Eine vollkommen neue Interpretation vom Kunstprozess stellt die Wandtattoo Gestaltung mit Tape dar. Dabei verwendet der Künstler für seine Klebeband Kunst z.B. Folientape

Bildmaterial: Tape That
Die dabei erzeugten Tape Bilder bringt der Künstler frei auf die Wand. Mithilfe eines Cutters wird das Werk in die richtige Form gebracht. Das dabei entstandene Wandtattoo Motiv ist stets ein individuelles Werk. Besonders der Prozess des Anbringens dieses Kunst Wandtattoos auf einer weißen Oberfläche ist sehenswert. Hier kann der Künstler sein komplettes Motivverständnis beweisen indem er die Verklebung ohne Hilfslinien oder andere Hilfsmittel ausführt. Das Motiv wird nur im Kopf vorsimuliert und dann praktisch an der Wand ausgeführt.

Bild: Tape That
Diese Kunstform entstand aus dem Underground Bereich. Dabei wurden erste Werke vorrangig in Clubs und Bars angefertigt. Mittlerweise findet die Wandtattoo Tape Kunst eine immer weitere Verbreitung und wird von kreativen Künstlern stets aufs neue erfunden und weiterentwickelt. Bei den Wandtattoo Werken steht hauptsächlich das Gesamtwerk als solches im Vordergrund. Es werden auch einfacherer Motive wie z.B. eine Wandtattoo Pusteblume in Windeseile mit Tape an die Wand gebracht. Da die Ausarbeitung nur mittels eines simplen Cutters erfolgt wird bewusst keinen allzu großen Wert auf eine genaue Präzision der einzelnen Detailschnitte gelegt, da der Betrachter auch immer einen sehr großen Abstand zum überdimensionalen Motiv einhält.
Die documenta ist die, seit 1955 in Kassel stattfindende, weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Die documenta findet mittlerweile alle fünf Jahre statt (früher alle vier Jahre), jeweils für 100 Jahre. Demnach wird sie auch als „Museum der 100 Tage“ bezeichnet.
Ins Leben gerufen wurde die documenta vom Kasseler Kunstprofessor und Designer Arnold Bode. Ihm gelang es 1955, anlässlich der Bundesgartenschau, mehr als 130.000 Besucher anzulocken. Damals lag der Schwerpunkt allerdings weniger auf der „zeitgenössischen Kunst“, als auf jener, die vor 1945 geschaffen wurde und damals als „Entartete Kunst“ bezeichnet wurde. Somit stand auf der ersten documenta die abstrakte Malerei der 20er und 30er Jahre im Mittelpunkt. Schnell wurde einer anfangs auf Europa beschränkten Ausstellung eine internationale Ausstellung mit Künstlern aus aller Welt.
Fester Ausstellungsort der documenta ist das Fridericianum, daneben nutzt die documenta unterschiedliche Ausstellugungsorte innerhalb des Kasseler Stadtgebietes. Zur documenta IX kam die neu gebaute documenta-Halle hinzu.
The Cooper Union for the Advancement of Science and Art ist ein privat betriebenes College in Lower Manhatten, New York. Sie ist eine der wenigen höheren Bildungseinrichtungen der USA, an der alle Studierenden ein gebührenfreies Studium absolvieren können, in Architektur, Kunst und Ingenieurswissenschaften. Demnach sind allerdings auch die Anforderungen an die Bewerber sehr hoch. Es werden jährlich nur zehn bis zwölf Prozent der Bewerber aufgenommen. Die Finanzierung läuft hauptsächlich durch Spenden von Förderern. Als wichtige Persönlichkeiten, die an der Cooper Union studiert haben, sind Herb Lubalin, Milton Glaser, Daniel Libeskind und Alex Katz zu nennen. Bemerkenswert ist, dass diese Persönlichkeiten in vielen Fachgebieten herausragend waren. Die Werke von Milton Glaser z.B. reichen von der Architektur über Wandgestaltung bis zum Möbeldesign.
Gegründet wurde die Cooper Union im Jahre 1859 vom Industriellen und Erfinder Peter Cooper. Dieser machte sich, da er selbst keine geregelte Ausbildung erfahren hatte, zur Aufgabe, auch für ärmere Bevölkerungsschichten Bildungsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Prozesskunst ist eine Form der zeitgenössisch-avantgardistischen Konzeptkunst. Diese wurde in den 60er Jahren entwickelt, basierend auf den Ideen der Minimal Art. Die Werke sollen Raum und Betrachter bewusst machen, Hintergründe und Entwicklungen bewusst wahrnehmbar machen, die sonst leicht übersehen werden.