Prozesskunst als reproduzierbare Wandgestaltung

Ein von der modernen nicht abstrahierbares Medium, ist das des Computers und der weltweiten technischen Vernetzung.

Ob das Resultat dabei ein durch mediale Vernetzung mehrerer Teilnehmer entwickeltes Projekt ist oder etwas komplett durch den Computer Realisiertes oder ob die Möglichkeiten moderner Computer nur einen Schritt auf dem Weg der Entstehung darstellen, spielt keine Rolle. In Bezug auf die mögliche Inter-Aktion, die mögliche Digitalisierung und Entmaterialisierung eines realen Objekts und das spätere Wiedererscheinen des Stoffs in einer real greifbaren Form können Computer auf vielen Ebenen und in verschiedenen Vorgehensformen präsent sein.

So kann etwa mit einer traditionellen Form und einem traditionellen Material begonnen werden, welches in späteren Prozessen aus seiner Form und Umgebung losgelöst wird, indem es in die Digitalität der Datenwelt übergeht.

Als konkreten Fall kann man die Metamorphose eines Farbflecks nennen. Zunächst als Material () in einer einmaligen Aktion auf einen Untergrund gebracht (Leinwand, Papier, Wandputz), erstarrt die zunächst flüssige im jeweiligen Fall in ihrer Form.

Durch ein entsprechendes digitales Medium (Scanner, Kamera) wird die Farbform in eine virtuelle Realität transferiert, d.h. zunächst auf den Computer übertragen und dort digital abgebildet (Entmaterialisierung). Bearbeitungsformen und –möglichkeiten am Computer sind variabel, eine hier gewählte Bearbeitung wird mit einem vektorbasierten Programm ausgeführt. Die Umrisse des Farbflecks werden hierzu als Grundlage genommen und als Vektorgrafik abgespeichert. Diese Ausgangsform bietet die Möglichkeit, das Objekt in beliebiger und vom Original abweichender Größe auf unterschiedliche Materialien wieder aus der virtuellen Realität in eine greifbare Form zu bringen. So zum Beispiel mit einem herkömmlichen Drucker auf Papier.

Eine andere Form der Reproduktion und Weiterführung des Bearbeitungsprozesses bietet im Gegensatz zum Drucken auf ein gewisses Material, das Plotten, also Ausschneiden aus einem anderen Material. Im Beispiel ist eine selbstklebende PVC-Folie (als Wand Tattoo) zu sehen. Die Farbform, ehemals als unabänderliche Version auf Papier oder der , kann so beliebig oft, in beliebiger Größe und immer wieder veränderter Form reproduziert und abgebildet werden.

Wandtattoo Kunst

Beispiel Farbfleck als Kunstobjekt

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Neuinterpretation: Kunstprozess Wandtattoo Design mit einfachem Tapeband

Eine vollkommen neue Interpretation vom stellt die Gestaltung mit dar. Dabei verwendet der Künstler für seine Klebeband Kunst z.B. Folientape

Tape Wandtattoo Kunst

Bildmaterial: That

Die dabei erzeugten Bilder bringt der Künstler frei auf die . Mithilfe eines Cutters wird das Werk in die richtige Form gebracht. Das dabei entstandene Wandtattoo Motiv ist stets ein individuelles Werk. Besonders der Prozess des Anbringens dieses Kunst Wandtattoos auf einer weißen Oberfläche ist sehenswert. Hier kann der Künstler sein komplettes Motivverständnis beweisen indem er die Verklebung ohne Hilfslinien oder andere Hilfsmittel ausführt. Das Motiv wird nur im Kopf vorsimuliert und dann praktisch an der ausgeführt.

Wandtattoo Tape Kunst

Bild: That

Diese Kunstform entstand aus dem Underground Bereich. Dabei wurden erste Werke vorrangig in Clubs und Bars angefertigt. Mittlerweise findet die Kunst eine immer weitere Verbreitung und wird von kreativen Künstlern stets aufs neue erfunden und weiterentwickelt. Bei den Werken steht hauptsächlich das Gesamtwerk als solches im Vordergrund. Es werden auch einfacherer Motive wie z.B. eine Wandtattoo Pusteblume in Windeseile mit an die gebracht. Da die Ausarbeitung nur mittels eines simplen Cutters erfolgt wird bewusst keinen allzu großen Wert auf eine genaue Präzision der einzelnen Detailschnitte gelegt, da der Betrachter auch immer einen sehr großen Abstand zum überdimensionalen Motiv einhält.

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Die documenta

Die documenta ist die, seit 1955 in stattfindende, weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Die findet mittlerweile alle fünf Jahre statt (früher alle vier Jahre), jeweils für 100 Jahre. Demnach wird sie auch als „Museum der 100 Tage“ bezeichnet.

Ins Leben gerufen wurde die vom Kasseler Kunstprofessor und Designer Arnold Bode. Ihm gelang es 1955, anlässlich der Bundesgartenschau, mehr als 130.000 Besucher anzulocken. Damals lag der Schwerpunkt allerdings weniger auf der „zeitgenössischen Kunst“, als auf jener, die vor 1945 geschaffen wurde und damals als „Entartete Kunst“ bezeichnet wurde. Somit stand auf der ersten die abstrakte Malerei der 20er und 30er Jahre im Mittelpunkt. Schnell wurde einer anfangs auf Europa beschränkten Ausstellung eine internationale Ausstellung mit Künstlern aus aller Welt.

Fester Ausstellungsort der ist das Fridericianum, daneben nutzt die unterschiedliche Ausstellugungsorte innerhalb des Kasseler Stadtgebietes. Zur   IX kam die neu gebaute -Halle hinzu.

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Die Cooper Union

The Cooper Union for the Advancement of Science and Art ist ein privat betriebenes College in Lower Manhatten, New York. Sie ist eine der wenigen höheren Bildungseinrichtungen der USA, an der alle Studierenden ein gebührenfreies Studium absolvieren können, in Architektur, Kunst und Ingenieurswissenschaften. Demnach sind allerdings auch die Anforderungen an die Bewerber sehr hoch. Es werden jährlich nur zehn bis zwölf Prozent der Bewerber aufgenommen. Die Finanzierung läuft hauptsächlich durch Spenden von Förderern. Als wichtige Persönlichkeiten, die an der studiert haben, sind Herb Lubalin, Milton Glaser, Daniel Libeskind und Alex Katz zu nennen. Bemerkenswert ist, dass diese Persönlichkeiten in vielen Fachgebieten herausragend waren. Die Werke von Milton Glaser z.B. reichen von der Architektur über Wandgestaltung bis zum Möbeldesign.

Gegründet wurde die im Jahre 1859 vom Industriellen und Erfinder Peter Cooper. Dieser machte sich, da er selbst keine geregelte Ausbildung erfahren hatte, zur Aufgabe, auch für ärmere Bevölkerungsschichten Bildungsmöglichkeiten zu schaffen.

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Die Prozesskunst

Die Prozesskunst ist eine Form der zeitgenössisch-avantgardistischen Konzeptkunst. Diese wurde in den 60er Jahren entwickelt, basierend auf den Ideen der Minimal Art. Die Werke sollen Raum und Betrachter bewusst machen, Hintergründe und Entwicklungen bewusst wahrnehmbar machen, die sonst leicht übersehen werden.

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